So hat Tee die Welt verändert

15. Dezember ist internationaler Tag des Tees

Durst ist schlimmer als Hunger. Ohne Flüssigkeit überlebt der Mensch nicht mehr als ein paar Tage. So wie Wasser im Überfluss als Katalysator in der Menschheitsentwickung wirkte, hemmte ein Mangel dagegen den Fortschritt immens. Später haben Getränke die politische und kulturelle Menschheitsgeschichte geprägt. Neben Kaffee und Cola, Bier, Wein und Rum hat auch Tee die Welt verändert. Tee ist mittlerweile nach Wasser das am meisten getrunkene Getränk der Welt. Um die Bedeutung des internationalen Teehandels und allen Beteiligten von der Teeplantage bis zum Konsumenten zu würdigen, feiern seit 2005 viele Tee produzierenden Länder den internationalen Tag des Tees am 15. Dezember.

Der britische Autor Tom Standage beschreibt in seinem Buch „Sechs Getränke, die die Welt bewegten“, welchen Einfluss Tee auf die Weltgeschichte genommen hat. Nach Kaffee eroberte Tee aus China das europäische Festland. Insbesondere die Briten waren sehr angetan von dem heißen Aufgussgetränk und intensivierten den Handel mit dem weit entfernten Asien. Bereits im 17. Jahrhundert etablierte sich Tee zur britischen Lebensart. Großbritannien war zu Teeweltmacht angewachsen und sorgte zur Sicherung des Nachschubs für die ersten Teeplantagen in Indien. Legendär ist auch die Boston Tea Party am 16. Dezember 1773, bei dem ein Streit über erhobene Teesteuern eskalierte und empörte Kaufleute und Bürger englische Handelsschiffe in Boston stürmten und hunderte von Teekisten über Bord warfen. Dieses Ereignis war Mitauslöser für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die Lösung Amerikas vom Mutterland England.

Unsere Teekultur ist eng verschlungen mit den Ereignissen von damals und hört auch jetzt nicht auf sich zu verändern. Wenn Sie das nächste Mal eine Tasse Tee trinken, denken Sie daran, wie viel Geschichte in Tee steckt. Sie werden Tee nie wieder so trinken wie vorher.

Früchtetee

Ein fruchtiges Geschmackserlebnis für alle Generationen

Die Verwendung von Fruchtauszügen als Getränk zu reinem Genusszweck oder zum Decken des Flüssigkeitsbedarfs wird schon seit langer Zeit genutzt. Zeitweilige Versorgungsengpässe bei Tee und Kaffee in Krisenzeiten veranlassten die Menschen dazu, Früchte als Aufgussgetränk zu verwenden. Versorgungsengpässe gibt es nicht mehr, trotzdem boomt Früchtetee seit vielen Jahren. Dafür gesorgt hat eine wachsende Sortenvielfalt die unterschiedliche Geschmacksvorlieben trifft.


Früchtetees werden als „Tees“ bezeichnet, sind genau genommen aber „teeähnliche Erzeugnisse“. Es sind aromatische Getränke bestehend aus getrockneten Pflanzenteilen, wie zum Beispiel Apfelstücken, Hagebutten oder - recht neu - Quittenstücke. Diese werden mit kochendem Wasser übergossen. Ein teeähnliches Getränk entsteht, da wie beim richtigen Tee aus der Teepflanze auch die Aromen und Mineralstoffe zum großen Teil in das Wasser übergehen. Die Früchte stammen aus konventionellem oder, immer häufiger, aus kontrolliert biologischem Anbau. Sie werden regelmäßig Qualitätskontrollen unterzogen. Der Anteil an biologisch angebauten Tees lag vor vier Jahren bei etwa fünf Prozent, Tendenz steigend.


Früchtetee-Mischungen gibt es rein aus den verwendeten Zutaten oder zusätzlich aromatisiert. Es gibt Teemanufakturen, die ihre Tees überwiegend natürlich aromatisieren, was der Qualität und dem Geschmack des Früchtetees zugute kommt. Grundsätzlich enthalten Früchtetees kein Koffein und sind nahezu kalorienfrei. Diese Eigenschaften und der köstliche Geschmack machen den Früchtetee zu einem der beliebtesten Getränke der Welt.

Ernährungsbildung in KiTas und Grundschulen

Mit dem „Icebear & Tiger“ zu gesundem Trinkverhalten

Aufklärung über gesundes Essen und Trinken kommt in Deutschland zu kurz. Aus der jüngsten Studie der BertelsmannStiftung „Is(s)t KiTa gut?“ (1), bei der Wissenschaftler der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften deutsche Kindertagesstätten befragt haben, wird deutlich, dass viele deutsche KiTas überhaupt keine Ernährungsbildung betreiben. Demnach ist auch die Ernährung unausgewogen: Zu viel Fleisch, zu wenig Obst und Gemüse zum Mittagessen – das sind die zusammengefasst die Studienergebnisse. Dabei kann Ernährungsbildung für Groß und Klein richtig unterhaltsam sein und durch spielerischen Umgang verankert werden. Neben einer gesunden Verpflegung und gemeinsamen Mahlzeiten mit den Erziehern empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ergänzend gemeinsame Projekte und Aktionen, die Anlass zum Entdecken, Probieren und Selbermachen bieten (2). Viel zu entdecken und zu experimentieren gibt es zum Beispiel beim „ABC vom Tee“. Hier zeigen die zwei lustigen Comicfiguren „Icebear & Tiger“ welche Getränke und vor allem welche Teesorten für Kinder wirklich gesund sind. Die Kids können über ein Trinkprotokoll ihre Trinkgewohnheiten überprüfen und mischen sich Ihren eigenen Lieblingstee mit besten BIO-Zutaten. Auch wenn dieses Projekt einer Ernährungswissenschaftlerin und Studierenden der FH Münster eigentlich für das Grundschulalter entwickelt wurde, so kann es auch gut im letzten Kindergartenjahr verwendet werden. Mehr Informationen gibt es unter tea@icebear-and-Tiger.eu.


Quellen:

(1) Arens-Azevêdo U., Pfannes U., Tecklenburg M. E.: „Is(s)t KiTa gut?, KiTa-Verpflegung in Deutschland: Status quo und Handlungsbedarfe“ im Auftrag der Bertelsmann Stiftung


(2) Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) (2013): DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder. Bonn, S. 28)

Archiv

Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees für Kinder empfohlen

Vorbeugung von Krankheiten durch gesundes Trinken

Vorlieben für bestimmte Lebensmittel, ob gesund oder ungesund, bilden sich in der Kindes- und Jugendphase aus. Da zusätzlich auch noch die geistige und körperliche Entwicklung durch ausgewogene Ernährungsgewohnheiten unterstützt wird, sollten Eltern schon frühzeitig auf gesundes Essen und Trinken achten. Sämtliche Ernährungsfachgesellschaften empfehlen neben Wasser auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees als hervorragende Durstlöscher zur gesunden Flüssigkeitsversorgung (1,2,3). Die Realität sieht gegenwärtig noch anders aus: Der Konsum von Softdrinks und anderen zuckerhaltigen Getränken ist weltweit gestiegen. In Deutschland trinken rund ein Fünftel der Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren täglich Softdrinks (4). Gleichzeitig steht ein gewohnheitsmäßiger Süßgetränke-Konsum in einem engen Zusammenhang mit Übergewicht und anderen Stoffwechselerkrankungen sowie einer insgesamt nährstoffarmen Ernährung. In das gleiche Bild passen ungünstige Verhaltensweisen wie ein regelmäßiger Besuch in Fast-Food-Restaurants, ein hoher Fernsehkonsum und reichlich Verzehr von Snacks vor dem Fernseher. Das Hinführen zu gesunden Trinkgewohnheiten können Kinder gut in der Schule lernen. Als erlebnisorientiertes Projekt kann das Thema „Gesundes Trinken“ klassenübergreifend, im Rahmen des Sachunterrichtes oder auch in der Ganztagsbetreuung erarbeitet werden. Kinder sollten mit mehr mit Tees experimentieren und erleben, dass es auch bei gesunden Teesorten weitaus mehr Vielfalt und Geschmacksmöglichkeiten als Hagebutte- und Hibiskus- und Pfefferminztee gibt.



  1. DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) Beratungsstandards, 2013

  2. FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung), Ernährungsschulung Optimix® 2012

  3. aid Infodienst, Essen und Trinken in Schulen (gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 2010

  4. Health Behaviour in School-aged Children 2009/10

Grüntee schmeichelt der Haut

Anti-Aging-Effekt nachgewiesen

Das Institut für Experimentelle Dermatologie der Universität Witten/Herdecke hat nachgewiesen, dass sich durch regelmäßiges Trinken von grünem Tee die Feuchtigkeit und Barrierefunktion, die Hautoberflächenstruktur sowie die Hautdichte und Elastizität zunehmen.

Diese positiven „Anti-Aging-Effekte“ werden noch getoppt durch eine photoprotektive Wirkung der Grüntee-Polyphenole, die eine Sonnenschutzwirkung auf die Haut und damit einen positiven Einfluss gegen UV-bedingte Hautalterung haben. Für diese Ergebnisse wurden 60 Frauen im Alter von 45 bis 60 Jahren in einer doppelblinden, randomisierten Studie untersucht. Die eine Hälfte der Frauen trank pro Tag ein Liter eines standardisierten Grüntee-Getränks, die andere ein Placebo-Getränk.

Nach 12 Wochen wurde das Hautbild jeder Frau auf die wichtigsten Parameter überprüft. Neben der allgemeinen Verbesserung der Flüssigkeitsversorgung und des Hautbildes gibt es weitere präventive Effekte, die durch den Konsum von Grüntee, untersucht wurden. Beispielsweise mindert das Trinken von Grüntee nachweislich das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (NAKACHI et al., 2000), Alzheimer (OKELLO et al., 2011) und Krebs (COOPER et al., 2005).

Insofern ist eine feine Tasse grüner Tee nicht nur verbunden mit einem Hochgenuss, sondern auch mit der Gewissheit, etwas Gutes für seine Gesundheit und Ausstrahlung getan zu haben.

Frisch, in Öl und jetzt auch im Tee: die Tomate

Gesundheitliche Wirkung des Tomatenfarbstoffs Lycopen

Wer hätte das gedacht? Die Tomate, das Sommergemüse, Soßenbasis für Pasta, frischer Farbklecks im Salat und auf Brot kommt jetzt auch als Tee daher. Am besten schmecken Sorten, bei denen getrocknete Tomaten mit typischen mediterranen Kräutern und Gewürzen gemischt werden.Mit kochend heißem Wasser überbrüht wird daraus ein herzhafter Teegenuss, der munter macht, den Durst löscht oder eine fettarme Alternative zu Brühe ist.

Tomaten enthalten viel von dem roten Farbstoff Lycopen, einem Carotin, dem viele gesundheitsfördernde, positive Wirkungen zugeschrieben werden. Besonders in getrockneten Tomaten sind große Mengen an leicht verdaulichem Lycopen enthalten. Lycopen wirkt antioxidativ und hat positive Wirkungen bei der Vorbeugung von Prostatakrebs gezeigt.In verschiedenen Studien wird eine noch bessere Wirkung von Lycopen mit einem ebenfalls in der Tomate enthaltenem Ketosamin, dem FruHis, beschrieben.

Die Aufnahme dieser beiden Antioxidantien gelingt dem Körper besser aus der getrockneten als aus der frischen Tomate. Beim Tomatentee sollte darauf geachtet werden, dass keine Aromastoffe zugesetzt werden. So können Sie den Tee auch als Gewürzmischung zum Abschmecken einer Pastasoße verwenden. Gemüsetee mit Tomate kann also mehr als nur gut schmecken. Einfach mal ausprobieren. Sie werden begeistert sein!

Quellen:

Mossine, V. V.; Chopra, P.; Mawhinney, T. P. (2008). "Interaction of Tomato Lycopene and Ketosamine against Rat Prostate Tumorigenesis". Cancer Research 68 (11): 4384–91.

Pannellini, T.; Iezzi, M.; Liberatore, M.; Sabatini, F.; Iacobelli, S.; Rossi, C.; Alberti, S.; Di Ilio, C.; Vitaglione, P. (2010). "A Dietary Tomato Supplement Prevents Prostate Cancer in TRAMP Mice". Cancer Prevention Research 3 (10): 1284–91

Gesunde Flüssigkeitsversorgung mit Gemüsetees

VeggieTeas sind der neue Hit

Schwitzen ist gesund. Wenn sommerliche Temperaturen Schweißperlen in die Stirn treiben, kühlt die Körperkerntemperatur durch Verdunstung des Schweißes wieder herunter. Damit diese Thermo-Regulation gut funktioniert, muss im Sommer mehr getrunken werden als in der übrigen Zeit des Jahres. Ebenso gilt dies besonders, wenn auch noch Sport auf dem Programm steht.

Wenn die Schweißverluste nicht früh genug durch richtiges Trinken ausgeglichen werden, dickt das Blut ein und der Organismus läuft Gefahr, dass sich sämtliche Stoffwechselvorgänge verlangsamen. Damit kann es zu Einbußen der körperlichen und geistigen Leistung kommen. Mit dem Schweiß verlieret der Mensch auch immer einen Teil Salz. Lecker und gut ersetzt werden können Flüssigkeits- und Salzverluste zum Beispiel durch herzhafte Gemüsetees.

Einfach mit kochend heißem Wasser aufbrühen, ziehen lassen und genießen. Mit einer Prise Salz pro Becher werden sie zum perfekten Sommer- und Sportgetränk. Die gemüsigen VeggieTeas sind die einzigen losen Tees in Bioqualität, die überhaupt keine zugesetzten Aromastoffe enthalten.

Es gibt sie auf der Basis von Karotte, Tomate, Spinat und Kohl. Alle Sorten können Sie auch gekühlt mit ein paar Eiswürfeln genießen. Ob heiß oder kalt, Gemüsetees in Bioqualität eignen sich gut für eine gesunde Flüssigkeitsversorgung im Sommer.

Vier Hochzeiten und....

ein wundervoller Jasmintee

Mit der britischen Filmkomödie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ schaffte der Schauspieler Hugh Grant 1994 seinen Durchbruch im internationalen Filmgeschäft. Charles, alias Hugh Grant, tanzt dabei als Freund und Gast auf verschiedenen Hochzeiten, bevor er im Happy End seiner Freundin Carrie endlich einen außergewöhnlichen Antrag machen kann. Ganz so ergeht es dem feinen Jasmintee natürlich nicht. Um sich zu einem echten Jasmintee entwickeln zu können, muss ein halbfermentierter Oolong nämlich gleich mehrfach „unter die Haube“. Die Ehe hält allerdings nur für eine Liebesnacht, da die verwelkten Blüten am nächsten Tag in mühsamer Handarbeit wieder aussortiert werden. Diese als Hochzeiten bezeichneten Beimischungen von Jasminblüten führen zum unverwechselbaren Aroma des Tees. Je häufiger der Tee Hochzeit feiert und je höher die Qualität des Ausgangstees, desto hochwertiger und teurer wird der Tee im Verkauf. Ursprünglich wurden durch das Aromatisieren von Tee mit duftenden Jasminblüten weniger schmackhafte Teesorten aufgewertet. Heute werden damit beste Tees veredelt. Eine besondere Spezialität sind die Jasmin Dragon Pearls, bei denen zur Vollendung des Teegenusses die Blätter zu kunstvollen kleinen Kugeln gerollt werden. Und wenn Sie jetzt neugierig geworden sind. den Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ gibt’s auf DVD, einen feinen Jasmintee im Teefachgeschäft.

Mindesthaltbarkeits- datum für Tee in der Diskussion

EU will Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen

Langlebige Produkte, wie Tee, Reis, Nudeln und Salz könnten bald vom Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) befreit werden. Der Grund: Viele Verbraucher werfen Lebensmittel weg, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Obwohl die Lebensmittel häufig noch einwandfrei sind, befürchten Verbraucher eine krankmachende Keimentwicklung. Die bisher verpflichtende Kennzeichnung des MHD soll garantieren, wie lange ein richtig gelagertes und noch ungeöffnetes Produkt seine spezifischen Eigenschaften wie Farbe, Geschmack, Nährwert, Geruch und Konsistenz behält. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Verfallsdatum für leicht verderbliche Produkte, das vor bedenklicher Keimbelastung schützen soll. Studien zufolge wirft jeder Bundesbürger in Deutschland rund 82 Kilogramm Lebensmittel in den Müll, meist einfach aus Unsicherheit. Um diese Verschwendung zu reduzieren, wird jetzt über eine Lockerung der Verbraucherschutzgesetze diskutiert. Die EU-Agrarminister prüfen, ob der Aufdruck „Mindestens haltbar bis...“ für die oben genannten Lebensmittel ohne Konsequenzen gestrichen werden kann. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag könnte das Europäische Parlament dann beschließen.

Für Tee bedeutet die Streichung des MHD, dass der Verbraucher selbst einschätzen muss, wie lange er den Tee verwenden möchte. Tee ist generell bis zu zwei Jahre haltbar, wenn er kühl und trocken gelagert wird. Solange er nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, bietet er Keimen oder Pilzen keinen Nährboden und kann also nicht „schlecht“ werden. Allerdings verliert Tee mit der Zeit an Aroma, was in der Tasse mit einem faden Geschmack quittiert wird. Wer also den vollen Geschmack auskosten möchte, sollte den Tee nicht zu lange im Schrank warten lassen.  

Brennnessel

Die unterschätzte Heilpflanze

Wer ist nicht schon mal nach einer leichten Berührung mit einer Brennnessel zurückgezuckt und hatte das Gefühl, es bohren sich 1000 Stecknadeln in die Haut? Schuld daran sind die sogenannten Brennhaare, in denen sich die Abwehrstoffe der Pflanze befinden. Wenn ihr jemand zu nahe kommt, sondern sie Histamin und Ameisensäure ab. Dabei zählt die Brennnessel zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit und kann eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Insbesondere Prostatabeschwerden und Blasenprobleme können durch die Pflanze günstig beeinflusst werden.

Neben der typischen Verwendung in Kräutertee eignet sich die Brennnessel zur Zubereitung von kulinarischen Genüssen. Probieren Sie doch mal Brennnesselspinat! Durch das Erhitzen wird die unangenehme Wirkung der Nesselhaare unschädlich gemacht. Aber auch ein Salat wird durch die Zugabe der Blätter zu einem leicht nussigen Geschmackserlebnis. Hier sorgt das Dressing für die Deaktivierung der Brennhaare. Brennesselblätter enthalten viele Mineralstoffe, wie Kalzium und Magnesium, und haben im Vergleich zu Salat oder Spinat einen hohen Eiweiß- und Eisengehalt.

Für die Teezubereitung werden die oberirdischen Pflanzenteile, wie Stiele und Blätter, getrocknet. Die in den Blättern enthaltenen Flavonoide wirken leicht harntreibend und können bei einer Blasenentzündung oder Harnwegsinfektion die Durchspülung der Harnwege fördern. Dies ist ein Effekt, der auch gern beim Fasten erwünscht ist. Birkenblätter und Goldrutenkraut haben eine ähnliche Wirkung und werden daher häufig mit der Brennnessel kombiniert.

Wichtiger Hinweis: Bei Wasseransammlungen im Körper, deren Ursache eine eingeschränkte Herz- oder Nierenfunktion ist, darf man Brennnessel nicht anwenden.

Gong Fu Cha und der schwarze Drache von China

Wie der schwarze Drache den Oolong entstehen ließ.

Präzise angeordnet stehen die handgefertigten Utensilien auf einem Teetischchen bereit. Der Teemeister ist bereit für Gong Fu Cha, die traditionelle chinesische Teezeremonie. Und auf den Teefreund wartet eine wahrlich sinnliche Gaumenfreude zum Entspannen und Regenerieren. Entstanden ist die chinesische Teezeremonie Gong Fu Cha während der Zeit der Ming-Dynastie in der südchinesischen Provinz Fujien. Dort wachsen die feinsten Oolong-Tees, in China auch „schwarzer Drache“ genannt. Einer Legende nach durchstreifte der Inhaber einer Teeplantage seine Felder und erschrak beim Anblick einer riesigen schwarzen Schlange. Vor lauter Angst kontrollierte er erst Tage später wieder seine Teepflanzen, die in der Zwischenzeit von der Sonne zur Oxidation gebracht worden waren. Überraschenderweise mündete das Ergebnis in einen besonders aromatischen Teegeschmack. Zum Dank für die drachenähnliche Gestalt nannte der Plantagenbesitzer den halbfermentierten Oolong-Tee „Schwarzer Drache“.

Bevor dieser besondere Tee zum Einsatz kommt, werden bei Gong Fu Cha die Teekännchen und Teeschalen mit heißem Wasser angewärmt. Am besten zur Geltung kommt der „Schwarze Drache“ in den berühmten Yxing-Kannen, die seit Jahrhunderten aus dem rötlich-braunen Zisha (Purpur-Erde) in der Provinz Jiangsu hergestellt werden. Die Kanne wird zu etwa einem Drittel mit dem feinen Oolong-Tee gefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Dieser erste Aufguss dient dem Öffnen der Blattporen. Der Tee wird „gewaschen“, damit spätere Aufgüsse nicht zu bitter schmecken. Er wird nur zum „Beduften“ der Teeschälchen genutzt, aber nicht getrunken. Den zweiten Aufguss lässt der Teemeister 10 bis 30 Sekunden ziehen, um ihn dann gleichmäßig auf alle Teeschälchen zu verteilen. Weitere Aufgüsse folgen, wobei die Ziehzeiten sich um jeweils 10 Sekunden verlängern.

In China setzt Gong Fu Cha ein Zeichen der Gastfreundschaft. Die Teezeremonie ist in ihrer seit Jahrhunderten unverändert zelebrierten Form ein wichtiger Teil der chinesischen Kultur und lädt ein zum gemütlichen Beisammensein. Und da die Chinesen große Geschichtenerzähler sind, lieben sie Legenden, wie eben die vom „Schwarzen Drachen“.


Coole Erfrischung für heiße Tage

Ein Drink - trendy und lecker? Der Eistee natürlich.

Mit dem Rekord-Sommer 1904 begann der Siegeszug des Eistees. Der Engländer Richard Blechynden sollte die Amerikaner, die bis dahin nur grünen Tee kannten, von schwarzem Tee überzeugen. Auf der Weltausstellung in St. Louis kam er auf die Idee, die schwitzenden Besucher mit kühlem Tee zu erfrischen. Er brühte schwarzen Tee auf und kühlte ihn über Bleirohre ab. Die Rechnung ging auf und der Eistee war geboren. Traditionell wird kalter schwarzer Tee mit Zitronensaft, Zucker und Eiswürfeln gemischt. Mittlerweile gibt es unzählige Rezeptideen dieses köstlich-coole Getränk zuzubereiten. Selbst als Basis für Cocktails mit und Alkohol haben es Eistees auf die Getränkekarte mancher Cocktailbars geschafft.

Eistees sind wunderbare Durstlöscher, vor allem, wenn sie keinen oder nur wenig Zucker enthalten. Industriell hergestellte Eistee-Granulate sind meistens sehr zucker- und kalorienhaltig, was für die Zähne und die Figur eher ungünstig ist. Die größere Geschmacksvielfalt und viel mehr Möglichkeiten bieten auf jeden Fall selbst gemachte Eistees. Gerade fruchtige Eisteezutaten wie Apfel, Zitrone, Pfirsich oder Mango sind ideal und lassen sich gut mit Basiszutaten wie Hibiscus oder Hagebutte mischen. Selbst Rooibos-Tee lohnt sich auszuprobieren, ein ganz neues Eistee-Geschmackserlebnis.

So bereiten Sie erfrischenden Eistee zu:

Wählen Sie einen fruchtigen Tee, der gut zum Sommer passt. Bereiten Sie ihn wie gewohnt zu und lassen Sie ihn 10 – 15 Minuten ziehen. Den Tee erst auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank kalt stellen. Vor dem Servieren ein Spritzer Zitrone oder Limette, ein paar Zitronenscheiben oder frische Minze zum Eistee geben. Mit Eiswürfeln serviert bleibt der Tee noch länger kalt.

Weitere Anregungen und Rezepte finden Sie bei den Cocktails.

Jasmin Dragon Pearls

Handgerollte Rarität aus dem kaiserlichen China.

Vor mehr als 1000 Jahren wurde während der Song-Dynastie in den südlichen Regionen des alten Kaiserreichs zum ersten Mal aromatisierter Tee hergestellt. Wohlriechende Jasminblüten wurden weniger schmackhaften Teesorten beigemischt um sie aufzuwerten. Erst später veredelte man mit den zarten Blüten des Jasmins besonders hochwertige Tees, zumeist unfermentierten, grünen Tee. Dazu gehören auch die zu kleinen Kugeln gerollten „Jasmin Dragon Pearls“. Der aufwändige Herstellungsprozess macht diesen Tee zum König der Jasmintees.

Um das besondere Aroma des Jasmin einzufangen, werden im Allgemeinen die Blüten zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer vollen Entfaltung am Abend geerntet und dann mit einer Auswahl an Teeblättern gemischt. Je feiner die Blüten und je höher ihr Anteil im grünen Tee, desto hochwertiger ist die Qualität des Jasmintees.

Die Jasmin Dragon Pearls indes sind eine ganz besondere Tee-Spezialität. Sie sind nach dem in China so bedeutenden Symbol des „Drachen“ benannt, der sinnbildlich für Macht, Stärke und göttlichen Schutz, für Weisheit, Glück und Fortschritt steht. Seine Herstellung ist so langwierig und die Zutaten so auserlesen, so dass er auch als der König der Jasmintees bezeichnet wird. Im Frühling werden die feinsten jungen Grünteeblätter per Hand geerntet. Anschließend werden Jasminblüten unter den Tee gemischt, die über mehrere Tage den grünen Tee aromatisieren. Damit die Teeblätter das Aroma intensiv annehmen, werden die Jasminblüten täglich achtsam per Hand herausgelesen und durch neue ersetzt. Nach diesem Ablauf duften und schmecken die Teeblätter nach dem anregend süß-blumige Aroma der Jasminblüten. Zur Vollendung werden die Blätter kunstvoll in Handarbeit zu zarten Kugeln gerollt.

Für einen besonders feinen Teegenuss werden 12 bis 15 Gramm Jasmin Dragon Pearls pro Liter mit 70°C heißem Wasser aufgegossen. Die empfohlene Ziehzeit für eine herrlich goldgelbe Tasse liegt bei 2 bis 3 Minuten. So kann sich der blumige Duft und Geschmack von feinen Jasminblüten am besten entfalten. Um den ganzen Facettenreichtum von diesem kostbaren Tee zu erleben, lohnt sich auch ein zweiter und dritter Aufguss. „Jasmin Dragon Pearls“ lässt Teegenießer von prachtvollen Blütenmeeren im Frühling träumen!

 


Zentralasien

Eine Reise durch jahrhundertealte Teekultur

„Kommen Sie herein und trinken Sie Tee“ - so empfängt man in Zentralasien seine Gäste. Das Trinken von Tee bedeutet dort bei weitem mehr als das Stillen von Durst. Vielmehr ist es Brauch, seine Gäste mit dem Besten zu verwöhnen. Zum Tee werden beherzt Süßspeisen gereicht oder – wenn sich ein besonderer Gast von weit her angekündigt hat – auch mal ein ganzes Schaf geschlachtet. Dieser Brauch hängt damit zusammen, dass in Zentralasien Gäste oft weit reisten. Die berühmte Seidenstraße verlief von China durch die Mongolei, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und andere Länder bis nach Europa, Händler reisten somit viele tausend Kilometer. Eine besonders wichtige Ware auf diesem Handelsweg war der Tee.

Wer sich selbst auf die Reise nach Zentralasien macht, sollte nicht versäumen eine Tschaichana, ein traditionelles Teehaus, zu besuchen. In alten Zeiten war die Tschaichana ein kulturelles und gesellschaftliches Zentrum. Die Menschen tauschten dort beim Tee wichtige Nachrichten aus. Noch heute gibt es zahlreiche Tschaichanas, in denen ein lebendiges Miteinander herrscht. Eine der größten Teehäuser Zentralasiens befindet sich in Tadschikistan.

In Kasachstan und Kirgistan wird heutzutage hauptsächlich Schwarztee getrunken. In den Oasen Usbekistans und Tadschikistans wird Grüntee bevorzugt. Eine Besonderheit in Tadschikistan ist der „Schirtscha“, ein Getränk aus Grüntee, Milch und Butter. Es ist sehr kalorienreich und wird gerne zum Frühstück als Energiebringer getrunken.

Probieren Sie es doch einmal aus. Sie benötigen dafür:

2 TL Grüntee (z.B. Sencha)

100ml Wasser

150ml Milch

etwas Salz nach Geschmack

etwas Butter

Zuerst das Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Anschließend den Tee zugeben und etwa 3 bis 4 Minuten köcheln lassen. Daraufhin die Milch unterrühren und den Topf von der Kochstelle nehmen. Nun den Tee in Tassen servieren. Salz und ein kleines Stückchen Butter gibt jeder nach Belieben in die eigene Tasse. 

Tränen der Teepflückerin

Die Legende um den „China Mao Feng“

Die Sorte Mao Feng wurde erstmals um 1875 in der Gegend des heutigen Nationalparks am Gelben Berg Huanshan angebaut und stammt damit aus einer der bekanntesten ostchinesischen Teeregionen. Er zählt zu den „jüngsten“ chinesischen Tees, was seine Berühmtheit und Beliebtheit im Herkunftsland China in keinem Fall mindert. Von Teekennern wird er geschätzt und geehrt für seinen süßlichen Geschmack und die zarthelle limettenfarbene Tasse. Übersetzt beutet Mao Feng (máofeng) „Haarspitzen“. Der Name beschreibt die jungen Blattknospen, die durch eine besonders schonende Ernte ihren silbrigen Flaum bewahren.

Der Legende nach erkennt man in den jungen Blattknospen die zarten Haarspitzen einer chinesischen Teepflückerin. Ihre tragische Liebe zu einem jungen Gelehrten soll es gewesen sein, die den Mao Feng entstehen ließ. Der Teepflückerin und ihrem Geliebten war es vergönnt Ihre Liebe zu teilen, denn der Besitzer der Tee-Plantage, auf der das Mädchen arbeitete, wollte sie für sich einnehmen. Dieser zwang ihre Eltern, ihm die junge Schöne zur Frau zu geben. Verzweifelt schlich das Mädchen in der Nacht vor Ihrer Hochzeit aus dem Elternhaus, um zu ihrem Geliebten zu fliehen. Doch den jungen Mann fand sie ermordet. An seinem Grab weinte sie bitterlich, bis sie sich in Tränen auflöste. Durch den Regen ihrer Tränen gewässert verwandelte sich der Körper ihres Geliebten in einen Tee-Baum, der den zauberhaften Mao Feng hervorbrachte.

Grüner Tee für Diabetiker?

Deutsche Forscher untersuchten die positive Wirkung von EGSG

Seit tausenden Jahren ist Tee überall auf der Welt ein beliebtes Getränk. Nicht nur in Asien werden die Aufgüsse in der Regel mit guter Gesundheit verbunden, viele wissenschaftliche Studien haben bereits Nachweise geliefert. Insbesondere den in der Teepflanze enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben.

Ein Team von Forschern der Universitätsklinik Schleswig-Holstein hat nun erneut die gesundheitsfördernde Wirkung von Grünem Tee bzw Tee-Extrakten untersucht mit besonderem Augenmerk auf das darin enthaltene Epigallocatechingallat (EGSG). Die Studie von 2014 konzentrierte sich dabei auf die Auswirkung des EGSG auf ein bestimmtes Enzym, das

11Beta-HSD-1. Dieses Enzym zeigt sich mitverantwortlich in Krankheitsbildern wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Übergewicht.

Tatsächlich konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass das EGSG des Grünen Tees das Enzym 11Beta-HSD-1 potent hemmt. Durch diesen Ablauf reduziert sich das im Körper verfügbare Hormon Cortisol. Dem Forscherteam zufolge finden darin die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Grünen Tees eine Erklärung.

Hier gelangen Sie zur Studie: http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0084468;jsessionid=6BD2CA8418B790065DF25CF577B974C6

PLOS ONE – Januar 2014

Jan Hintzpeter, Claudia Stapelfeld, Christine Loerz, Hans-Joerg Martin, Edmund Maser, Kang Sun: Green Tea and One of Its Constituents, Epigallocatechine-3-gallate, Are Potent Inhibitors of Human 11ß-hydroxysteroid Dehydrogenase Type 1. In: PLoS ONE. 9, 2014,

Wie eine „Detoxkur“ richtig funktioniert

Tee, Kräutertees und Zitronensaft, die den Körper wecken und entlasten

Der Winter ist kalt, wir bewegen uns weniger und neigen besonders an den Festtagen dazu, mehr und fetthaltiger zu essen.

Man muss nur diese einfachen Tips befolgen, um den Körper wieder zu reinigen und sich wohl zu fühlen. Es ist wichtig, aufmerksam auf Signale des Körpers zu achten und Müdigkeit und Schwäche durch gesunde Ernährung vorzubeugen.

Vor allen Dingen muss man den Körper ausreichend mit Flüssigkeit wie Wasser oder ungesüßtem Tee versorgen. Ärzte empfehlen in der Regel anderthalb Liter pro Tag, also ist es empfehlenswert, gleich seinen Lieblingstee mit an den Arbeitsplatz zu bringen.

Tee ja.. aber welchen? Wählen sie zum „entgiften“ einen Grünen Tee oder einen Matetee aus.

Grüner Tee

Chinesische Mediziner glauben, dass grüner Tee viele physische und psychische Probleme heilen kann. Es wird gesagt, dass Grüner Tee den Geist reiningt und gesünder ist als z.B. Schwarztee, weil er weniger Teein als solcher enthält.

Grüner Tee enthält Vitamin A, B, B12 und C sowie Mineralien wie Kalium, Kalzium und Fluor. Auch eine Menge Antioxidantien, die das Immunsystem vor Viren und Infektionen schützen sollen, sind enthalten.

Mate

Mate ist ein Strauch aus Südamerika. Dort sagt man, dass er magischen Kräfte hat. Besonders für seine antioxidativen Eigenschaften und weil er gut entwässert, wird er geschätzt. Der hohe Koffeingehalt hilft gegen Müdigkeit und Mate ist ebenfalls reich an Vitamin C, Magnesium und Eisen. Im Sommer ist Mate das ideale Getränk, um sich zu erfrischen.

Sollten Sie aber auf der Suche nach Soforthilfe sein, helfen verdauungsfördernde Tees mit Zitronenmelisse, Fenchel oder Brennessel nach den Mahlzeiten oder am Abend für einen erholsamen Schlaf.

Die Zitrone

Die Zitrone kann Ihrem Tee oder Wasser einen leckeren und gesunden Pepp geben. Die Säure der Zitrone stimuliert Ihren Gaumen und fördert dadurch die Verdauung. Vitamin C beugt dazu lästigen Erkältungen vor.

Gemüse

Obst und Gemüse sollten die ständigen Begleiter Ihrer Detoxkur sein. Sie sind voller Vitamine und Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind. Wählen Sie am besten immer frisches Gemüse und denken sie auch an fettfreie Brühen ohne Salz.

Tee in Südamerika

Tradition des Matetees

Matetee ist in Europa eher noch unbekannt, in Südamerika und vorallem in Argentinien aber ist Mate Mittelpunkt der Trinkkultur und ist aus dem täglichen Leben kaum wegzudenken.

Streng genommen ist Mate kein richtiger Tee, da er nicht aus der Camellia Sinensis (Teepflanze) gewonnen wird.

Im 17. Jahrhundert entdeckten Jesuiten-Missionare den Mate-Strauch, weil die Guarani-Indianer im Norden Argentiniens ihn kultivierten. Sie entschieden sich dazu, Mate systematisch anzubauen und damit zu handeln.

Allmählich verbreitete sich der Anbau in ganz Südamerika und besonders Paraguay ist ein bedeutendes Herstellungsland geworden.


Mate wird durch eine Art Metallstrohhalm getrunken, der nur durch kleine Löcher am Ende das Teewasser durchlässt. So kann man die Blätter in dem speziellen bauchigen Behältnis - auch Guampa genannt - lassen und muss sie nicht vorher rausfiltern.

In Argentinien ist Mate das Nationalgetränk und wird mindestens genau so häufig wie Kaffee verzehrt. Dort wird es den Gästen als Willkommensgruß angeboten.

Mate kann jederzeit und überall getrunken werden - in der Stadt, auf dem Land und in jeder Gesellschaftsklasse genießen die Menschen den Tee. Es heißt im Volksmund, dass Mate den Appetit zügelt und anregend wirkt.

Mate übergießt man mit heißem, aber nicht kochendem Wasser, um den Geschmack zu erhalten.

In einigen Regionen wird Matetee sogar kalt getrunken, z.B. in Paraguay wird er in kaltem Wasser oder Fruchtsaft ziehen gelassen. Auch die geriebene Schale von Orangen und Zitronen oder Minze können verwendet werden, um den Geschmack zu verfeinern.

In Argentinien ist es ein Ritual, den Matetee in einer Runde aus einem Gefäß zu trinken und ihn seinem Nachbarn weiterzureichen. Dieser Brauch ist sehr unterhaltsam und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Wer in Argentinien diesem Ritual beiwohnt, sollte ein paar wichtige Hinweise beachten:

- Die Person, die den Tee aufgegossen hat, trinkt immer als erstes.

- Die Mate-Blätter dürfen nur von der Person umgerührt werden, die den Tee zubereitet hat.

- Wer den Becher in den Händen hält, sollte ihn auch leer trinken. Erst dann wird das Gefäß an den Nachbarn weitergegeben und erneut mit heißem Wasser befüllt.

- Man sagt nicht „Danke“, wenn man noch trinken möchte. „Danke“ bedeutet hier, dass man genug hat.

In Europa können wir die Vorteile des Matetees natürlich auch ohne diese Rituale genießen, doch manchmal machen genau die alten Traditionen den Charme eines Nationalgetränkes aus.

Alleskönner Gemüse

Wie wir unserem Körper etwas Gutes tun

„Iss mehr Gemüse, das tut Dir gut“ hören wir schon seit klein auf von unseren Eltern oder unseren Lehrern. Was aus der Natur kommt und nicht industriell weiterverarbeitet wird, gilt in unseren Köpfen automatisch als gesund und rein, doch welche Inhaltsstoffe genau machen das Gemüse so gesund und wie wirken sie?

Die Bestandteile, die Gemüse so wertvoll machen, sind lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe.

Vitamine sind für uns so essenziell, weil der Körper sie nicht selbst produzieren kann. Sie helfen viele Stoffwechselvorgänge voran zu treiben und stärken unser Immunsystem. Jedes Vitamin erfüllt eine andere Aufgabe und je nach Art, unterstützen sie den Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Zähnen und Knochen.

Auch Mineralstoffe kann unser Organismus nicht selbst herstellen. Sie liegen in unterschiedlichen chemischen Verbindungen vor und werden bei den verschiedensten Prozessen gebraucht. Beispielsweise um die Reize in unseren Nerven weiterzuleiten, um die Spannung in unserer Körperflüssigkeit neutral zu halten oder sie dienen als Bestandteile von Hormonen, wie etwa das Jod in unseren Schilddrüsen.

Ballaststoffe sind nahezu unverdauliche Pflanzenbestandteile, die in Getreide, Obst, Gemüse und vor allem Hülsenfrüchten vorkommen. Die Unverdaulichkeit rührt daher, dass dem menschlichen Organismus meist die Enzyme fehlen, um jene Stoffe zu spalten. Das gesunde an den Ballaststoffen ist gerade, dass wir dadurch einen sehr geringen Energiegehalt (Kalorien) aus den Ballaststoffen zu uns nehmen, aber das Volumen an Nahrung vergrößert wird. Außerdem nehmen Ballaststoffe viel Wasser auf und quellen im Magen auf, wodurch man noch schneller ein Sättigungsgefühl erhält.

Besondere Aufmerksamkeit wird seit einiger Zeit den Sekundären Pflanzenstoffen gewidmet, da ihre gesundheitsfördernde Wirkung in jüngster Zeit erst richtig herausgestellt wurde. Die Sekundären Pflanzenstoffe sind nicht lebensnotwendig für die Pflanzen, sie sind meist Stoffe, die vor Fressfeinden schützen sollen (z.B. scharfer oder saurer Geschmack) oder den Pflanzen ihre Farbe geben. Diese Stoffe werden nur in speziellen Zelltypen synthetisiert und können im menschlichen Körper entzündungshemmend, blutdrucksenkend, antioxidativ und cholesterinsenkend wirken. Außerdem glauben manche Forscher, dass sie auch das Risiko für bestimmte Krebsarten mindern können und gezielt positiv auf bestimmte Organe wie die Augen wirken können.

Da all diese wichtigen Stoffe nicht selbst von unserem Organismus hergestellt werden können, sollten wir uns täglich ins Bewusstsein rufen, wie wichtig es ist, diese hilfreichen Stoffe über viel gesundes Gemüse aufzunehmen. Gemüse muss lange nicht mehr langweilig schmecken, probieren Sie doch mal leckere Smoothies aus Rohkost aus oder kochen Sie herzhafte Suppen – Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Lebensquelle Wasser

Mehr trinken – Wie ist es um die guten Vorsätze für das neue Jahr bestellt?

Dass ausreichend trinken unerlässlich für unsere Körperfunktionen und unser Wohlbefinden ist, hört man aus aller Munde. Doch welche Aufgaben übernimmt Wasser wirklich in unserem Körper und worauf sollten wir besonders achten?

Der menschliche Körper besteht je nach Geschlecht und Alter aus ca. 60-70% Wasser. Jüngere Menschen und Männer haben einen höheren Wasserhaushalt als Frauen und ältere Menschen. Dies liegt zum Teil daran, dass junge Menschen im Wachstum sehr viel Energie verbrauchen und Männer einen höheren Muskelanteil (bestehen zu 60% aus Wasser) als Frauen haben.

Unsere Zellen und Organe sind auf eine hohe Wasserzufuhr angewiesen, da sie sehr viel Wasser verbrauchen:

Die Haut regelt über die Transpiration die Körpertemperatur und benötigt Wasser um ausreichend Schweiß abzugeben. Wasser erhält die Haut auch weich und elastisch.

Das Wasser im Blut hilft dabei, Nährstoffe, Sauerstoffe, sowie Botenstoffe durch den Körper zu transportieren. Durch einen höheren Sauerstoffgehalt, können wir uns besser konzentrieren.

Unsere Nieren schwemmen alle Abfallstoffe aus dem Körper und brauchen dazu Wasser, um uns zu entgiften.

Das Gehirn besteht zu fast 95% aus Wasser und ist für die Steurerung unseres Körpers und der Hormone zuständig. Ohne Wasser meldet es wichtige Schmerzsignale wie Kopfweh und Durst um den Mangel deutlich zu machen.

Fast alle wichtigen Stoffwechselvorgänge brauchen Wasser als Transportmittel, ohne genügend Flüssigkeit gerät unser Körperhaushalt außer Kontrolle.

Deshalb sollten Sie Anzeichen wie Sodbrennen, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Hunger, Nackenschmerzen, Mundgeruch oder Mutlosigkeit sofort wahrnehmen und Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Wissenschaftler raten dazu, je nach Gewicht 1,5 bis 3 Liter am Tag zu trinken.

Der Samowar

Teetradition in Russland

Im 17. Jahrhundert exportierten die Chinesen ihren Tee noch auf dem Seeweg nach Europa, aber wenn Tee nach Russland geliefert werden sollte, wurde er von Karawanen auf einem Transitweg aus China über die Mongolei und Sibirien nach Russland transportiert. Der Kaiser von China schenkte dem Zaren auf diesem Weg viele Kisten mit wertvollem Tee.
Ab 1850 wurde Tee im ganzen Reich bekannt. Tee trinken in Russland wird immer noch stark mit den sogenanten Samowars verbunden. Auch wenn es heutzutage nahezu überall Wasserkocher zu erwerben gibt, verliert der Samowar in Russland nicht an Kultstatus.

Ein Samowar ist ein meist verzierter metallener Kessel, der nur zu dem Zweck entwickelt wurde, Wasser für Tee zu kochen. Am unteren seitlichen Rand des großen Kessels befindet sich ein Ablasshahn, unter den man ein Teeglas zum Befüllen stellen kann. Ältere Modelle wurden früher noch mit Holzkohle geheizt, doch es gibt mittlerweile auch elektrisch betriebene Varianten.

Man präpariert zunächst einen sehr starken Tee in einer kleineren Kanne, die auf dem Samowar gewärmt wird. In der Runde kann sich dann jeder nach Belieben viel „Teekonzentrat“ in seine Tasse füllen und diese dann mit dem heißen Wasser aus dem Samowar füllen.

Tee trinken in Russland unterliegt keinen strengen Ritualen, vielmehr ist es ein nettes, familiäres Zusammenkommen, bei dem an alten Traditionen festgehalten wird. Dazu wird oft Kuchen oder Zakouskis (russische Sandwiches) serviert.

Typische russische Tees sind in der Regel schwarze Tees chinesischer Herkunft oder Darjeelings, die mit Zitrone aromatisiert sind.

Der Minztee

Marokkanisches Traditionsgetränk

Wenn Europäer an Minztee denken, denken sie an einen wohlbekömmlichen Kräutertee mit Pfefferminzgeschmack zum Abend oder an kalten Tagen zum Aufwärmen. In Marokko jedoch genießt der Minztee eine ganz besondere Tradition mit spezieller Zubereitung und hebt sich von unserer Auffassung eines Minztees deutlich ab.

Minztee wird in Marokko nahezu den ganzen Tag über serviert und gehört zwingend zum guten Ton, wenn Gäste erwartet werden. Mitte des 19. Jahrhunderts brachten die Briten den Grüntee nach Marokko, um neue Märkte zu erschließen. Zu dieser Zeit wussten die Menschen in Nordafrika bereits, wie man Minze und andere aromatische Kräuter auf besondere Art genießt, doch der Grüntee macht den Marokkanischen Minztee erst zu dem, was er heute ist.

Zubereitet wird der Tee mit einer außergewöhnlichen Prozedur, jedoch fast ausschließlich nur von den Männern im Haushalt. Die Qualität der Minze und des Tees spielen für die Marokkaner eine wichtige Rolle. Nur die besagte „Nana“-Minze und chinesischer Gunpowder Grüntee bringen den originalen Geschmack hervor. Auch die Teekanne ist keine gewöhnliche. Die marokkanischen Teekannen sind aus Metall und sind meist silber und aufwändig verziert. Nicht nur zum Servieren sondern auch zur Zubereitung werden sie genutzt:

Zuerst wird das Wasser in der Kanne aufgekocht und ein Esslöffel des Grüntees für nur eine Minute zum Ziehen hinzugegeben. Danach wird der Grüntee entfernt und eine handvoll Minzblätter und ca. 6 Esslöffel Zucker hinzugegeben, um ihn erneut nach Belieben ziehen zu lassen.

Das Besondere an der Zubereitung ist die Mischung des Tees. Der Tee wird aus weiter Entfernung in die traditionellen marokkanischen Teegläser gegossen, damit sich ein Schaum bildet. Um die Temperatur herunter zu kühlen und den Tee zu mischen, wird er aus dem Glas wieder zurück in die Kanne gefüllt und beliebig oft erneut eingegossen. Fertig ist ein besonders milder, leichter Tee, von dem man nach marokkanischer Tradition drei Gläser trinkt. „Das erste ist so bitter wie das Leben. Das zweite ist so stark wie die Liebe und das dritte ist so süß wie der Tod.“ (Marokkanisches Sprichwort)

Genmaicha

Erstaunlich grüner Tee

Genmaicha ist ein typisch japanischer Grüner Tee, der mit geröstetem Reis aromatisiert wird und dadurch einen leichten angenehmen Haselnuss Geschmack erhält.

Genmaicha wurde früher hauptsächlich von den ärmeren Leuten getrunken. Laut Überlieferung entstand Genmaicha zufällig im 15. Jahrhundert in Japan, als ein unachtsamer Gehilfe den Grüntee bei der Fermentation mit Reiskörnern vermischte. Der Reis eignete sich gut dazu, den teuren reinen Grüntee zu „strecken“.

Heute ist das Aroma so beliebt, dass hochwertige zarte Sencha Tees zur Herstellung von Genmaicha genutzt werden. Man muss jedoch aufmerksam auf die Unterschiede in der Qualität achten. Minderwertige Mischungen können bis zu 50 % Puffreis oder manchmal sogar Popcorn enthalten.

Heute zählt Genmaicha zu den begehrtesten Tees in Japan. Häufig wird ihm noch ein wenig Matcha Pulver hinzugefügt, um eine herrliche, frische, grüne Farbe und einen intensiveren Geschmack zu erhalten.

Zubereitung:

Übergießen Sie den Tee mit etwa 80°C heißem Wasser und lassen Sie ihn darin 1 bis 2 Minuten ziehen. Genmaicha kann heiß oder kalt getrunken werden, löscht aber im heißen Zustand besser den Durst als im kalten.

Der leicht nussige Geschmack von Genmaicha bietet einen angenehmen Einstieg für all Diejenigen, denen die sonst eher bittere Note von Grünem Tee zu stark ist. Wenn ein wenig Matcha hinzugefügt wird, erhalten Sie auch noch eine Freude für Ihre Augen und Ihren Gaumen.

Gut gerüstet durch den Winter!

Grüntee und Kräutertee

Die Temperaturen fallen, das Erkältungsrisiko steigt. Wer dem Krankwerden entgegenwirken will, sollte des öfteren zu einer Tasse Grün- oder Kräutertee greifen.

Grüner Tee wird seit 5.000 Jahren als nützliche Heilpflanze geschätzt. Es gibt viele schriftliche Quellen die belegen, das Grüner Tee im alten China und Japan anfangs überwiegend wegen des medizinischen Nutzens getrunken wurde. Grüner Tee hilft nachweislich das Immunsystem zu stärken und den Erholungsprozess z.B. bei Erkältung und anderen Krankheiten zu beschleunigen.

Doch auch Kräutertee mit seinen vielfältigen Zutaten und Inhaltsstoffen ist ein nicht zu unterschätzendes Mittel um der Krankheit präventiv vor zu wirken oder um schnell wieder auf die Beine zu kommen. Es gibt eine Reihe von Kräutern denen eine heilende und gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird:

Thymian wird als belebende und stärkende Pflanze sehr geschätzt. Besonders bei der Erkrankung der Atemwege hat er sich durch seine desinfizierende und krampf- und schleimlösende Wirkung bewährt. Er vermag grippale Infekte, Husten, Bronchitis, Asthmaanfälle und Keuchhusten unterstützend zu bekämpfen.

Holunderbeeren haben eine schleimlösende Wirkung und sind somit ein gutes unterstützendes Mittel, um Husten und Erkältungen entgegenzuwirken.

Hagebutten sind eine wahre Vitamin-C Bombe und besonders nützlich in Situationen in denen der Körper zusätzliche Vitamine gut gebrauchen kann, z.B. bei Müdigkeit oder Erkältung.

 

Auch Honig und Zitrone im Tee wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Beide Zutaten sind reich an Antioxidantien welche die Zellen schützen und z.B. auch dem Alterungsprozess entgegen wirken. Zudem hat Honig, wenn er warm getrunken wird, auch eine beruhigende Wirkung bei leichten Halsschmerzen. Lassen Sie es sich gut gehen!

Geschenkidee zu Weihnachten 2

Duftkerzen aus Tee

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Weihnachtszeit beginnt bald. Um sich schon mal in weihnachtliche Stimmung zu bringen gibt es hier eine tolle Idee zum Selbermachen:

Selbst gemachte Duftkerzen, die den Duft der Weihnachtszeit bei ihnen Zuhause verbreiten und somit für eine entspannte und weihnachtliche Atmosphäre sorgen.

Sie brauchen: Wachs, einen Docht, eine Form (oder ein kleines Glas), Dekoration (Blumen, getrocknete Blätter, Sternanis usw.), Weihnachtstee, Glühwein Gewürze (mit Wasser verdünnt), Aromaöl.

Vorbereitung: Wachs in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen lassen. Nun den Tee, die Glühwein Gewürze und nur einige Tropfen Aromaöl hinzugeben und gut miteinander verrühren, denn nur so kann sich der Duft später gleichmäßig entfalten.

Dekoration: Ist alles gut verrührt, können sie nun die Dekoration wie Sternanis, Holzstückchen oder Glitter hinzugeben.

Fertigstellung: Bei der Form für die Kerze können sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das kann zum Beispiel die ausgehöhlte Hälfte einer Orange oder Zitrone sein, ein kleiner Keramikblumentopf oder ein Glasgefäß. Für jede Kerze wählen Sie eine eigene Schale.

Nun wird es etwas anstrengend: Halten Sie den Docht mit einer Hand mittig in das Gefäß und füllen Sie anschließend langsam das flüssige Wachs ein. Der Docht muss so lange mit ihrer Hand fixiert werden, bis das Wachs fest ist und der Docht hält. Anstelle eines Dochtes eignet sich auch ein dicker, fester und ungefärbter Baumwollfaden sehr gut.

Diese weihnachtlichen, individuellen Duftkerzen werden mit Sicherheit der Hingucker bei Ihrem nächsten Adventstee sein :-) Oder beschenken Sie ihre Liebsten mit dieser wundervollen Geschenkidee!

Geschenkidee zu Weihnachten 1

Tee selbst aromatisieren

Schon vor ca. 800 Jahren aromatisierten die Chinesen ihren schwarzen und grünen Tee mit natürlichen Geschmacksträgern. Jasmin- und Rosenblüten galten damals zu den beliebtesten Zutaten bei der Aromatisierung. In Europa wurde die Praktik erst Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt, als veredelter Schwarztee (Earl Grey) nach Europa geliefert wurde, der mit Bergamottenöl aus China angereichert war. Heute gilt der Earl Grey als einer der bekanntesten aromatisierten Schwarztees.

Der moderne Teehandel bietet uns eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Geschmackserlebnissen, die durch das Hinzugeben von natürlichen Früchten und Kräutern oder ätherischen Ölen erzeugt werden.

Natürlich spielt auch die Qualität und Herkunft des Basistees eine erhebliche Rolle beim Geschmack. Achten Sie deshalb wenn Sie Tee selbst aromatisieren wollen darauf, dass der grüne- oder schwarze Basistee auch alleine einen edlen Geschmack hat und von guter Qualität ist.

 

Aromatisieren mit ätherischen Ölen:

Wählen Sie einen grünen oder schwarzen Tee und vermischen Sie ihn mit einem hochwertigen ätherischen Öl. Naturidentische Aromen wie Mandel, Bratapfel und Schokolade erfreuen sich neuerdings auch großer Beliebtheit. Danach sollten Sie den Tee in einer gut verschlossenen Dose 2 bis 3 Tage durchziehen lassen, damit er das ganze Aroma annimmt. Seien Sie eher zurückhaltend bei der Dosierung, da Tee leicht Aroma annimmt.


Aromatisieren mit natürlichen Zutaten:

Früchte mit Schale, wie Äpfel, Mangos, Bananen oder Ingwer werden geschält und in Stücke geschnitten. Von unbehandelten Zitronen oder Orangen können Sie einfach die Schale abreiben und danach werden die Stückchen bei niedriger Temperatur im Ofen getrocknet (ca. 80 °C) und abgekühlt unter den Tee gemischt. Kräuter und Gewürze wie Vanille kann man direkt hinzufügen, danach sollte man den Tee eine Woche lang verschließen und ziehen lassen.

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

 

(O.N.: „Das große Teebuch“, Lingen)


Tee unter anderen Umständen

Kräuter und ihre unterstützenden Wirkungen

In der Schwangerschaft wird allen werdenden Müttern dazu geraten, viel zu trinken. Der Körper muss das Blutvolumen ca. um 1/3 steigern und der Flüssigkeitsbedarf steigt dadurch enorm an.

Für viele Frauen ist es nicht nur schwer, auf Kaffee oder alkoholische Getränke zu verzichten, sondern auch eine gesunde Alternative zu Wasser zu finden.

Schnell wird Wasser langweilig und man verliert die Motivation, sich ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Süße, ungesunde Drinks, genau so wie Kakaogetränke sollten aber vermieden werden.


Die gesündeste und abwechslungsreichste Alternative zu Wasser sind Kräutertees, Früchtetees oder Rooibostees. Schwarze- oder Grüne Tees sollten auf Grund ihres Koffeingehaltes nicht konsumiert werden. Koffein mindere nicht nur das Wachstum der Babys, es behindere auch die Aufnahme von Eisen, Kalzium und Vitamin C, warnen erfahrene Ärzte.


Aber auch bei den Kräutertees sollten Schwangere nicht einfach wahllos zugreifen. Tee ist nicht gleich Tee, denn bestimmte Kräuter können auch unerwünschte Folgen hervorrufen. Man sollte sich über die Wirkung der Kräuter vor dem Verzehr genau informieren.

Hier eine kurze Übersicht:


Vor der Schwangerschaft:

Goldrute, Gundermann, Frauenmantel, Storchenschnabel, Stiefmütterchen und Taubnesselkraut sollen reinigend und entgiftend wirken („Nestreinigung“) und sind damit perfekt geeignet, wenn man die Schwangerschaft bewusst plant.


Während der Schwangerschaft:

Zinnkraut (stabilisierend), Johanniskraut (erheiternd), Frauenmantel (gibt dem Becken halt) und Himbeerblätter (gegen Heißhunger) sollen gegen kleine Wehwehchen helfen.


Kurz vor der Geburt:

Eisenkraut, Ingwer, Rosmarin, Zimt und Nelken gelten als wehenfördernde Kräuter und sollten deshalb ausschließlich wenige Tage vor der Geburt getrunken werden.


Nach der Geburt (Stillphase):

Anis, Dillsaat, süße Fenchelsamen, Kümmel und Majoran sollen den Milchfluss unterstützen und dafür sorgen, dass Sie sich entspannen können.


Von folgenden Kräutern wird generell abgeraten:

Brennessel, Birkenblätter, Sennesblätter und Faulbaumrinde wirken entwässernd und abführend.

Salbei und Pfefferminze wirken abstillend und sollten erst wieder verzehrt werden, wenn das Kind nicht mehr gestillt wird.


Die wissenschaftliche Wirkung der Kräuter ist umstritten, deshalb kommt es auch darauf an, wieviel Kraft Sie den Kräutern beimessen. Ihre Hebamme oder Ihr Frauenarzt sollte Ihnen in jedem Fall Beratend zur Seite stehen, damit es Ihnen und Ihrem Baby rundum gut geht!

Die Geschichte der Kräuterheilkunde

Wie sich die verschiedenen Völker die Natur zu Nutze machten

Bereits unsere Urahnen vertrauten den Kenntnissen ihrer Kräuterfrauen, Medizinmänner und Schamanen. Jene kannten sich bestens mit der Pflanzenwelt aus und studierten deren natürliche, heilende Wirkung. Aus den Pflanzen brauten sie heilende Tees zum Einnehmen oder Kräuterpasten zur äußeren Anwendung.

Schon vor 5300 Jahren wurden vermutlich Kräuter zur Heilung eingesetzt: Bei der Ötzi-Mumie aus dem Gletscher der Süd-Tiroler Alpen wurden Überreste von Birkenporlingen (Pilzart) im Magen gefunden. Diese sollen gegen Magenbeschwerden helfen und wurden wahrscheinlich schon damals gezielt eingesetzt.

Einen dokumentierten Beweis liefern Schriftstücke aus Ägypten, die etwa 1600 v. Chr. auf Papyrus verfasst wurden. Darauf wurden Krankheiten, wie auch 700 tierische und pflanzliche Heilmittel zur Linderung, beschrieben. Vor allem Knoblauch und Zwiebeln wurden im alten Ägypten eingesetzt, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.

Auch im antiken Griechenland wurde geforscht: „De Materia medica“ ist das erste fünfbändige, europäische Heilpflanzenbuch, dass vom griechischen Arzt Pedanios Dioskurides im Jahr 60 n. Chr. Verfasst wurde. Er beschrieb darin die detaillierten Wirkungen von über 600 Kräutern. Die Reihe wurde zum damaligen Standardwerk. Im Mittelalter entwickelten jedoch vor allem Mönche die Pflanzenheilkunde in ihren Klostergärten weiter. Die Klostermedizin (zwischen 8. und 13. Jhd.) stellt sogar eine eigene Epoche in der Medizingeschichte dar. Außerhalb von Klöstern war es nahezu unmöglich, das benötigte Wissen zu erlangen, um als Arzt arbeiten zu können.

Hildegard von Bingen (1098 – 1179) war es, die mit ihrem „Buch über das innere Wesen der verschiedenen Kreaturen und Pflanzen“ einen Meilenstein in der Geschichte der Pflanzenheilkunde legte. Die sogenannte Hildegard-Medizin basiert auf fünf Säulen: Seelisches Gleichgewicht, feste Lebensregeln, gesunde Ernährung, Naturheilmittel und Ausleitungsverfahren.

Nach der Reformation fand die Ausbildung von Medizinern aber zunehmend auch an Universitäten statt und nicht-kirchliche Apotheken gewannen immer mehr Ansehen. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelten sich neue Einsichten in den Bereichen Chemie, Biologie und Pharmazie. Die Pflanzenheilkunde rückte in den Hintergrund und wurde zeitweilig durch die „Schulmedizin“ abgelöst.

Heutzutage besteht allerdings ein Zwiespalt zwischen chemischer Medizin und traditioneller Pflanzenkunde. In Deutschland steigt das Bewusstsein für eine gesunde, biologisch-ökologische Lebensweise und der durchschnittliche Verbrauch an Heilpflanzen in Deutschland beträgt schon etwa 45.000 Tonnen pro Jahr. Mit dieser Menge liegt Deutschland an der weltweiten Spitze und repräsentiert eine große Masse, die immer noch auf die traditionelle Kräuterheilkunde vertraut.


Quelle: Wu, Prof. Li/Jürgen Klitzner: Heiltees für Körper, Geist und Seele. o.O. 2013

BIO-Siegel

Was bedeutet das eigentlich?

Wer ein Produkt mit BIO-Siegel in der Hand hält, der hegt besonders ökologische und ethische Qualitätsansprüche. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Die Europäische Kommission für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung kennzeichnet Lebensmittel mit dem EU-BIO-Siegel, die ihren hohen Anforderungen für biologische Landwirtschaft entsprechen. Das beginnt schon bei dem Anbau der empfindlichen Teepflanze. Hierbei wird auf den Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln gänzlich verzichtet. Das kommt nicht nur der Pflanze und der Umwelt zugute, sondern auch den Plantagenarbeitern, die den Pestiziden ausgesetzt wären. Sie als Verbraucher erhalten so ein natürliches Produkt für ein natürliches Genusserlebnis.

Aufgabe der EU-Kommission ist es, die Einhaltung der Kriterien zu überwachen. Sie kontrollieren dabei nicht nur die Bedingungen auf den Plantagen, sondern auch alle weiteren Produktionsetappen, die der Tee durchläuft, bis er am Ende der Handelskette bei Ihnen im Lebensmittel-Regal ankommt. Nur das Produkt, das die Kontrollen besteht, darf das begehrte BIO-Siegel als Zertifikat tragen.


Doch warum ist der Anteil an BIO-Tees im Vergleich zu konventionellen Tees immer noch so gering? Ein Grund ist, dass die biologische Landwirtschaft stark vom Klima, Bodenbedingungen und Schädlingen beansprucht werden kann. Die Teepflanze ist sehr anfällig für Krankheiten und verändernde klimatische Bedingungen. Entscheidet sich ein Plantagenbetreiber aus der konventionellen Landwirtschaft auszusteigen, nimmt er im schlimmsten Fall hohe Ernteverluste in Kauf. Höhere Preise für biologische Produkte können das Risiko nur zum Teil auffangen. Diese große Hürde sind nicht viele bereit auf sich zu nehmen. Doch da die Nachfrage nach Bio- zertifizierten Produkten stetig steigt, stellen auch immer mehr Teeplantagen ihren Anbau auf einen ökologischen Betrieb um.


Nach wie vor gibt es viele beliebte Tees und Aromen nicht aus ökologischer Erzeugung. Daher legt alveus auch bei seinen konventionellen Tees besonders großen Wert auf hohe Qualität.

Erfahren Sie mehr über die Kriterien der Europäischen Kommission für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung unter: http://ec.europa.eu/agriculture/organic/home_de

 

Abwarten und Tee trinken!

Wohlfühloase zum Krafttanken

Man sitzt, genießt einen Tee, entspannt und lässt seine Gedanken fließen. Gestresste und Getriebene merken jetzt, was routinierte Tee-Liebhaber schon lange wissen: in der Ruhe liegt die Kraft!

Wer sich hin und wieder in den oft ermüdenden und stressigen Fängen des Alltags einen Kurztrip in die Wohlfühloase des Tees erlaubt, merkt schnell: Teetrinker haben weniger Stress und mehr Kraft, um die Hürden des Alltags zu bewältigen.

 

Zwar bedarf der Zubereitung und dem Genuss von Tee Zeit - es wäre jedoch falsch zu sagen, Tee würde uns Zeit rauben. Vielmehr ermöglicht er uns, die Zeit mit unseren Liebsten intensiver zu genießen und sie zu schätzen oder Kraft für weitere Anstrengungen zu sammeln. Sich dem Tee zu widmen, bedeutet für einen Moment bei sich selbst anzukommen. Kleine Pausen sind sehr wichtig, wie Studien beweisen: Arbeitsunterbrechungen sorgen für Erholung und beugen sogar Burn-Out vor, darüber sind sich Mediziner und Arbeitspsychologen einig.

Wer regelmäßig Pausen einlegt, arbeitet produktiver und entspannter. Tee trinken wirkt sich auch auf die Psyche positiv aus: zahlreiche Wellnesstees sollen uns mit ihren Inhaltsstoffen das Leben erleichtern und glücklich machen. Für jede Tageszeit und Laune ist etwas dabei, um den Alltagsschwierigkeiten mit dem Alleskönner Tee zu trotzen.

Wie Shen Nung (chinesischer Kaiser um 2.800 v. Chr.) sagte:
„Der Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken.
Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt.
Bist du niedergeschlagen, so wird Tee dich ermutigen.“

Die Geschichte des Rooibos

Der Tee mit der mythenreichen Geschichte

Um die Geschichte des Rooibos Tees ranken sich viele Mythen und der Ursprung ist nicht eindeutig bewiesen, da es nur mündliche Überlieferungen gibt. Zum ersten mal schriftlich erwähnt wurde der Rooibos Tee 1772 in dem Reisetagebuch eines schwedischen Botanikers, namens Carl Thunberg. Er erhielt seine Informationen von den Ureinwohnern des Südafrikanischen Kaps, die schon vor rund 2000 Jahren die Cedarberge, in welchen die Rooibos Pflanze wächst, besiedelt hatten.

Zur Vermarktung von Rooibos Tee kam es jedoch erst, als der russische Kaufmann Benjamin Ginsberg 1904 in die Cedarberge reiste und das besondere Potenzial der Pflanze erkannte. Er sah, wie ausgesprochen vital und jung die Eingeborenen wirkten und sie zeigten ihm den Tee mit all ihren Bräuchen. Ginsberg war begeistert und brachte den Tee auf den Markt. Besonders bei ärmeren Leuten war er sehr beliebt, weil diese sich den „richtigen“ Ceylon Tee oft nicht leisten konnten.

Der Bedarf an Rooibos Tee konnte schnell nicht mehr durch wildwachsende Pflanzen gedeckt werden und so entwickelte ein Team aus Ärzten und Botanikern durch Kreuzungen eine Pflanze, die sich auf Feldern kultivieren ließ. Somit wurde der Grundstein des kommerziellen Anbaus gelegt. Wirklich geschätzt wurde der Tee aber noch nicht und während der Zeit der Apartheid wurde er von der weißen Bevölkerung sogar als „Massai-Tee“ bezeichnet.

Erst als eine Mutter ihrem Kind, das unter chronischen Bauchkrämpfen und Koliken litt, zufällig heißen Rooibos Tee unter die Milch mischte, erlangte der Tee mehr Anerkennung: Alle Beschwerden des Kindes verschwanden und diese Meldung ging durch die Presse. Aus dem „arme Leute Tee“ wurde ein begehrtes Heilmittel – auch weil er koffeinfrei ist und viele auf seine entspannende Wirkung schwören.

Im Laufe der Zeit schwankten die Preise des Rooibos zwar sehr und mehrere Organisationen wurden gegründet, um die Produktion zu überwachen, doch aktuell hat der Tee eine beständige Nachfrage: Heute bauen rund 300 Farmer Rooibos an und rund 5000 Südafrikaner leben von dessen Produktion. Jährlich werden so ca. 12000 Tonnen produziert und fast 5000 Tonnen davon werden alleine in Südafrika konsumiert. Der Rest wird in fast 140 verschiedene Länder exportiert, wo er von Vielen geliebt und genossen wird.

 

Dürre in China

Verheerende Schäden in den Tee-Plantagen

Es ist das vierte Jahr in Folge, in dem der Südwesten von China geplagt ist von Dürre. Für die dort lebenden Menschen und für mehr als 2 Mio Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind die Schäden verheerend, so meldet es das Hauptbüro der staatlichen Flutkontrolle und Dürrehilfe. Die Behörde zur Dürrebekämpfung hat einen speziellen Fond für die geschädigten Regionen versprochen und vier Arbeitsteams nach Yunnan, Sichuan, Shaanxi und Gansu geschickt.

 

Die geringe Ernte des Herbstes in den Tee-Anbaugebieten wirkt sich nun negativ auf den Export aus. Temperaturen von teilweise 40°C über mehrere Tage haben hochwertige Sorten, wie den Lung Ching Tee vom Fuße des Yangtse Flusses zerstört. Ein Großteil der Neuanpflanzungen sind vertrocknet und müssen bis Ende des Jahres neu gepflanzt werden. Auch ein großer Teil der zweijährigen Pflanzen ist nicht mehr zu retten, was sich auf die zukünftigen Ernten auswirken wird.

 

 

Ob die Dürre in Südwestchina eine Folge des Klimawandels ist, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Tatsache ist, dass Tee-Plantagen-Betreiber sich auch für die Zukunft vermehrt auf Dürreperioden einstellen müssen. Vorbeugende Maßnahmen wie Strohabdeckung, angepasste Bewässerung und Schutz vor Sonne müssen nun finanziert und realisiert werden, damit die Landwirtschaft in dieser Region auch weiterhin Bestand haben kann.

 

Hamburg freut sich

alveus® Tee Shop eröffnet in der Europapassage

Bald ist es soweit! In Hamburgs Europapassage eröffnet unser Partner Herr Riedel den neuen alveus® Tee Shop!

Am 28. und 29.9.2013 sind Sie alle herzlich eingeladen, dieses Ereignis mit uns zu feiern!

Was erwartet Sie?

Auf ca. 36 Quadratmetern werden Sie mehr als 100 exklusive Tees von alveus® finden:

Das Angebot erstreckt sich von klassischen Schwarztees, über besondere Grüne Tees, leckere Früchte- und Kräutertees, bis hin zu Tee für die Ayurvedische Küche - da bleibt kein Wunsch offen.

Neben den beständigen 40 losen und 60 verpackten Tees bieten wir Ihnen immer wieder neue wechselnde Angebote.

Eine unserer aktuellen Aktionen ist die Ayurveda-Bio-Teelinie vom Starkoch Volker Mehl, die Sie mit sieben verschiedenen Tees mit den Traditionen des Ayurveda bekannt machen wird.

Wir sind schon sehr gespannt und stecken mit allen Händen in den Vorbereitungen. Wie man sieht, wurden schon viele „Wundertütchen“ gepackt, die nun auf Sie warten.

Lassen Sie sich die Eröffnung nicht entgehen!

Wann und wo?

Samstag: 28.09.2013 von 10:00 bis 20:00 Uhr

Verkaufsoffener Sonntag: 29.09.2013 von 13:00 bis 18:00 Uhr

Hamburger Europapassage

Etage E2, neben McDonalds an den Rolltreppen

Wir freuen uns auf Sie.
Mit herzlichen Grüßen,

Ihr alveus® Team

Teezeremonie auf ostfriesische Art:

beschaulich und ausdauernd

Die typisch ostfriesische Art Tee zu genießen lernt man am Besten vor Ort kennen. Ein Urlaub in der flachsten Region Deutschlands lohnt sich immer – Schmuddelwetter und matschige Wege lassen sich schließlich in einer beschaulichen Teestube bei einem freundlichen Plausch mit den Einheimischen versüßen.

„Teetied“ nennt sich diese Zeit des Beisammenseins. Traditionell nutzt der Ostfriese eine flache Tasse aus zartem Porzellan, gefüllt mit der dampfenden sehr starken Ostfriesenmischung. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Zusammenstellung mehrerer Schwarzteesorten, die natürlich nicht genauer erläutert werden kann. Zur Versüßung stehen auf der liebevoll gedeckten Teetafel ein „Kluntjepott“ (ein Schälchen mit großen Kandisbrocken) mit einer silbernen Kluntjezange und ein Sahnekännchen. Mit viel Fingerspitzengefühl führt man den Kluntjebrocken mit der filigranen Silberzange in die Teetasse und lässt ihn sanft hineinfallen. Erst dann wird der Schwarze Tee vorsichtig direkt auf den Kandis gegossen. Ein leises Knistern und Knacken ist zu vernehmen – eine Reaktion des Kandis auf den heißen Tee.

Nun kommt der zweite wichtige Teil der Zeremonie: mit der winzigen Sahne-Kelle wird behutsam etwas Sahne am Tassenrand in den Tee gleiten gelassen. Die Sahne sinkt an den Grund der Tasse ab, steigt von dort an die Oberfläche und zaubert eine weiße Blume in die dunkle Flüssigkeit. Das ist der Moment, der zur vollkommenen inneren Ruhe und Entspannung führt...

„Dree is Oostfresenrecht“ sagt der Einheimische und meint damit, dass dieses Procedere sich drei Mal wiederholen darf. Erst jetzt kommt der kleine Teelöffel am Tassenrand zum Einsatz. Still wird er in die leere Tasse gelegt und dem Gastgeber so angezeigt, dass kein Nachschenken mehr gewünscht ist. Bleiben Sie noch ein Weilchen in der Teestube in netter Gesellschaft sitzen und lassen diese friedliche Zeremonie in sich ausklingen.

Assam-Tee

Wie die Teepflanze nach Indien kam

Die Entdeckungsgeschichte der Assam-Teepflanze ist abenteuerlich und folgenreich für den westlichen Teekonsum:

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde in Europa fast ausschließlich Grüner Tee aus China getrunken. Indische Teeplantagen hatte es bis dato nicht gegeben. Doch bereits 1774 gelangten chinesische Teesamen als Schmuggelware nach Kalkutta in Indien und nach Batavia auf Java. Die Samen der Chinapflanze vertrugen allerdings das feuchte javanische und indische Tropenklima nicht und so misslangen die ersten Anzuchtversuche. Auf britisch-indischen Boden gab Sir Joseph Banks jedoch nicht auf, Tee als Nahrungspflanze in Indien zu kultivieren. 1793 bereiste er als Mandarin verkleidet, getragen auf einer Sänfte, einige südchinesische Teegartengebiete, um die Modalitäten des Teeanbauens auszuspionieren. Und tatsächlich gelang es ihm, neben detaillierter Informationen auch Teesamen und sogar Schösslinge illegal nach Kalkutta zu bringen. Doch auch seine Kultivierungsversuche schlugen fehl.

Mehr als 30 Jahre später berichteten der britische Kolonialmajor Robert Bruce und sein Bruder von wild wachsenden Teebäumen im feuchtheißen Regenwald von Manipur, Nordindien, die ihnen Eingeborene gezeigt hatten. Sowohl zwischen den Kolonialmächten, als auch zwischen China und Japan herrschten zu dieser Zeit große Handelshemmnisse, was vor allem auf dem britischen Markt für Teenot sorgte. Doch die Brüder Bruce hatten sich keinen Namen als Botaniker gemacht und so nahm niemand ihre sensationelle Nachricht ernst.

Weitere 8 Jahre später entdeckte der Offizier Andrew Charlton den Assam-Teebaum quasi neu. Ihm gelang es, die „Botanic Society“ durch vorlegen einiger mitgebrachter Assam-Teepflanzen zu überzeugen. Ihre Kultivierungsversuche verliefen erfolgreich, die Pflanzen gediehen. Am 1. Februar 1834 gründeten britische Kaufleute auf extra gerodeten Urwaldflächen im Distrikt Assam die „Assam Tea Company“. Kurz darauf war die erste Ernte auf Auktionen der Londoner Teebörse erhältlich.

Das chinesische Teemonopol wurde durch die Assam-Plantagen abgelöst. Der bis dahin in westlichen Teilen der Welt konsumierte und geschätzte Oolong- und Grüntee wurde nun abgelöst durch den Konsum fermentierten Schwarzen Tees aus Assam. Der Siegeszug des Schwarzen Tees setzte ein. Heute wird diese Art der Herstellung überall auf der Welt umgesetzt, der großen Nachfrage entsprechend. Schwarzer Assam-Tee ist besonders dunkel und würzig, im Gegensatz z.B. zum blumig-duftenden Darjeeling oder dem fein-herben zitrusfruchtigen Ceylon.

Kleiner Nachtrag: In der Ostfriesenmischung ist Schwarzer Assam-Tee Hauptbestandteil.


Quelle: janssen, Ernst: „Janssens Tee Almanach“, Lehrte 2009 (3. Aufl.)

Tee für die Schönheit

Innerlich wie äußerlich ist Tee eine Wohltat

Die Inhaltsstoffe von Tee können sich unterstützend auf Ihre natürliche Schönheit auswirken. Zum Beispiel kann eine Tasse Tee mit den Bestandteilen Hopfen oder Baldrian am Abend helfen, die Anspannung und den Stress des Tages abfallen zu lassen. Ein unbeschwerter durchgängiger Schlaf ist schließlich das Wichtigste für eine schöne Ausstrahlung und einen gesunden Teint. Um die Augenlider nach langer Anstrengung zu entspannen kann Kamille helfen. Dafür einfach Kamille-Blüten im Papierfilter zum Tee aufgießen und anschließend abkühlen, aber nicht komplett trocknen lassen. Die feuchten kühlen Kamille-Filter auf die geschlossen Augen legen und einige Minuten durchatmen und entspannen.

Auf Ihre Haut kann sich besonders Grüner Tee beruhigend auswirken. Verantwortlich ist sein hoher Anteil an Zink. Gerötete und strapazierte Haut dafür sanft mit einem in lauwarmen Grünen Tee getränkten Wattepad betupfen und einwirken lassen. Die im Grünen Tee enthaltenden Inhaltstoffe können auch von innen wirken. Eine Kanne Grüner Tee am Tag versorgt den Körper mit Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen und kann dadurch zu einer reinen schönen Haut beitragen. Auch Lapacho-Tee enthält für den Körper und die Haut wichtige Mineralstoffe, wie Kalium und Eisen. Der Tee besteht aus der Rinde des rotbraunen Lapacho-Baumes, der in Süd- und Mittelamerika wächst. Von seiner beruhigenden Wirkung  wussten schon die Inka. Er ist das ideale Getränk nach einem stressigen Arbeitstag.

Matcha Tee

Pulver mit enormen Eigenschaften

In Japan wird Matcha-Tee verwendet, wie wir Kakao verwenden. Mit Wasser zubereitet als Heißgetränk oder zur Verfeinerung von Speisen und Desserts. Als Matcha Latte, als Shake oder Smoothie lässt er sich in vielen Variationen genießen.

Das hochwertige Pulver wird aus Grünem Tee produziert. Fein gemahlen und mit speziellem Equipment zubereitet ist er hier zu Lande eine Besonderheit. Matcha wird eine Gesundheitsfördernde Eigenschaft nachgesagt. Verantwortlich dafür seien z.B. die enthaltenen Katechine, die sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken und den Fettabbau im Körper fördern sollen, so japanische Forscher. Er wirke zudem entzündungshemmend und unterstützend für das Immunsystem. Die im Tee enthaltenen Antioxidatien sollen sich außerdem positiv auf das Hautbild auswirken. Im Gegensatz zu anderen Tees trinkt man beim Matcha-Tee das gemahlene und im Wasser aufgelöste pulverisierte Blatt mit, so dass die Inhaltstoffe bis zu 15 mal intensiver aufgenommen werden können. Das gilt für die im Tee enthaltenen gesundheitsfördernden Inhaltstoffe, wie auch für das Koffein.

Matcha ist einer der ältesten Teesorten Japans. Er wird aus der hochwertigsten Grüntee-Sorte gewonnen, dem Tencha. Die Blätter werden zum Ende des Wachstums überschattet, um die Bildung von Chlorophyll zu fördern. Nach der Ernte werden sie getrocknet und anschließend langsam mit einem Granitstein zu einem sehr feinen, zartgrünen Pulver gemahlen. Diese hohe Kunst der Herstellung beherrschen nur einige japanische Teebauern.

Matcha-Smoothie

Gleich zum Ausprobieren

Ganz einfach nachzumachen:

Zutaten (für 4 Gläser)

½ Honigmelone
1 Banane
½ TL Matcha-Pulver
¼ L Milch (wahlweise auch Sojamilch)
2 TL Puderzucker
Crushed Ice

 

Die Honigmelone und die Banane klein schneiden, mit dem Matcha-Pulver, der Milch, dem Puderzucker und dem Crushed Ice in einen hohen Mixbecher geben und mit dem Stabmixer durchmixen.

 

Sie haben eine andere Variante ausprobiert? Schreiben Sie uns an info@t-love.eu, wir freuen uns auf Ihre Anregungen. Mehr Rezepte für Getränke und Speisen mit Tee finden Sie unter den Rubriken „Cocktails“ und „Rezepte“

Lu Yu

Der Tee-Weise und sein Buch vom Tee

Der Chinese Lu Yu lebte von 733 bis 804 n. Chr. in der Tang-Dynastie. Als Junge kam er zu einem bedeutenden buddhistischen Mönch, der ihn in seinem Tempel aufwachsen ließ. Hier lerne Lu Yu Lesen und Schreiben und das studieren buddhistischer Schriften. Von seinem Abt erhielt er zudem Einblick in die tiefen Kenntnisse der Teekultur. Über die Jahre wuchs er zu einem gelehrten Literaten heran und verließ den Tempel mit der Bescheidenheit eines Mönches und einer tiefen Leidenschaft für Tee und dessen Zubereitung. Für Lu Yu ist Tee der Inbegriff perfekter Harmonie und die vollkommene Verbindung der fünf Elemente Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde.

Eine Legende übermittelt die großen Kenntnisse des Tee-Weisen: Der Gastgeber einer Tee-Zeremonie, dem Lu Yu beiwohnte, äußerte: „Ich habe gehört, dass das Wasser in einem speziellen Bereich des Jangtse am besten für den Tee ist. Also werde ich dieses Wasser verwenden.“ Ein Krieger wurde gesandt, um das Wasser zu holen. Als dieser zurück kam, wünschte Lu Yu das Wasser zu prüfen. Mit einem Löffel strich er sanft über die Oberfläche des Wassers und sprach: „Das ist Wasser vom Jangtse, aber nicht aus dem richtigen Bereich. Das ist Wasser vom Ufer des Jangtse“. Der Krieger antwortete hastig: „Dieses Wasser habe ich selbst geholt und es gab viele Zeugen.“ Lu Yu antwortete nicht. Er schüttete die Hälfte des Wassers weg und strich erneut über die Oberfläche. Nun lächelte er erfreut und sagte: „Dieses Wasser ist nun aus dem richtigen Bereich vom Jangtse Fluss.“ Der Krieger schämte sich und gestand: „Als ich das Wasser aufgenommen hatte und wir zum Ufer des Jangtse ruderten, schaukelte das Boot und das Wasser wurde verschüttet. Nur die Hälfte blieb übrig, und so füllte ich, was fehlte, mit etwas Wasser vom Ufer wieder auf. Ich habe nicht gewusst, dass Ihr den Unterschied erkennt. Es tut mir zutiefst leid.“ Lu Yu erklärte dem Krieger mit einem Lächeln, dass das Wasser vom Ufer des Jangtse mehr Salz enthalte und sich für die Zubereitung von Tee daher nicht eigne. Die Gäste der Zeremonie waren erstaunt und beeindruckt von seiner herausragenden Fähigkeit, diesen feinen Unterschied im Wasser zu bemerken.

Sein ganzes Leben verbrachte Lu Yu mit der Kunst der Teezubereitung und wurde als solcher bekannt. Sein Wissen schrieb er in einem Buch nieder. Es ist die älteste Überlieferung über die Herkunft der Teepflanze, die Verwendung der Teeblätter, die Methoden der Verarbeitung bis hin zu allen Aspekten der hohen Kunst der Zubereitung. Unter dem Titel „Lu Yu - Cha Ching: Das Klassische Buch vom Tee“ können auch heute leidenschaftliche Teegenießer an seiner Weisheit teilhaben.

Eistee ganz einfach zubereitet

Endlich Sommer. Unser Verlangen nach Durstlöschern steigt - aber die meisten Erfrischungsgetränke beinhalten Zucker. «Eistee» ist das Schlagwort für heiße Sommertage, er ist die ideale Lösung gegen Durst und hält eine enorme Geschmacksvielfalt bereit: ob Kräutertee oder Fruchtteemischungen, Grüner oder Schwarzer Tee, sie alle können als Grundlage für Eistee genutzt werden. Das erste Rezept eines Tee-Cocktails («Tea Punch») erschien übrigens 1839 in einem Buch über die amerikanische Küche «The Kentucky housewife» von Lettuce Bryanon.

In Teilen Nordamerikas ist Eistee im Sommer ein seit langem beliebtes Erfrischungsgetränk. Während es in Kaufhallen als Fertiggetränk verkauft wird, erhält man es in vielen Restaurants und Cafés frisch zubereitet. In Europa setzte in den 1990er Jahren ein regelrechter Eistee-Boom ein, doch lange Zeit lediglich als Fertiggetränk aus dem Supermarkt, bestehend aus verschiedenen Früchte- oder Kräuterteemischungen oder aufgepeppt durch Aromastoffe, wie Pfirsich oder Mango. Doch diese Eistees sind in der Regel stark gesüßt.

Eine echte Alternative sind selbstgemachte ungesüßte Eistees. Die Zubereitung ist ganz einfach: Um einen Eistee selbst zuzubereiten, wählen Sie einen Tee als Grundlage, den Sie gerne trinken. Anders als heißer Tee kann Eistee durch warmes Wasser zubereitet werden. Dabei sollte das Wasser mindestens Raumtemperatur haben. Je wärmer das Wasser bei der Zubereitung ist, desto kürzer sollte der Tee ziehen. Bei Raumtemperatur sollten Sie schon 30 Minuten Ziehzeit für Grünen Tee und bis zu 1 Stunde für Schwarzen Tee berechnen. Zieht Tee in laumwarmem Wasser, löst er weniger Teeine. Da Teein wie Koffein wirkt, können Sie bei einer schwächeren Dosierung mehr davon trinken. Auch die Bitterstoffe des Tees halten sich im laumwarmen Wasser zurück. Wer es fruchtiger mag, kann den kalten Tee noch mit einem Schuss Fruchtsaft anreichern. Mit Eiswürfeln versehen können Sie sich auf ein erfrischendes Erlebnis freuen.

Weißer Tee schmeichelt dem Gaumen

Schon vor Jahrhunderten wurde Weißer Tee von chinesischen Kaisern geschätzt und geehrt. Seine aufwendige Herstellung und sein einzigartiges Aroma sind der Grund für den hohen Stellenwert und Preis des edlen Tees. Doch das Besondere ist nicht die Pflanze, denn die Camellia Assamica ist auch die Grundlage für Schwarzen und Grünen Tee. Für Weißen Tee werden jedoch ausschließlich die noch geschlossenen Knospen des Strauches verwendet. Sie sind mit einem weißen Flaum umgeben – woher der Tee auch seinen Namen hat. Die Knospen werden von Hand gelesen und anschließend auf einem großen Sieb ausgebreitet, wo sie etwa einen halben Tag welken. Eine besonders schonende Trocknung an der Luft und eine kurze Fermentation sind wichtig, damit die Farbe und das Aroma nicht beeinträchtigt werden und das unverwechselbar milde Aroma entsteht. Rund 30.000 Knospen werden benötigt, um ein Kilo des Tees zu erhalten. Die Sorten und Preise Weißen Tees unterscheiden sich durch Abweichungen im Herstellungsprozess. Die edelste Sorte heißt Yin Then („Silbernadel“).

Da sich die Sorten der edlen Teespezialität im Detail unterscheiden, sollten Sie bei der Zubereitung genau darauf achten, welche Angaben zur Menge und Ziehdauer für Ihren Tee gemacht werden. In der Regel können Sie sich bei der Zubereitung am Grünen Tee orientieren: Die Wassertemperatur sollte in etwa 80°C betragen, die Ziehdauer etwa zwei bis vier Minuten. Da Weißer Tee keine Bitterstoffe enthält, können Sie ihn wie Grünen Tee mehrmals aufgießen.

Weißer Tee enthält viele sogenannte Polyphenole, aromatische Verbindungen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Durch deren antioxidative Wirkung wird dem Weißen Tee eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen, sogar bis zu 100 mal stärker als bei Grünem Tee. Antioxidatien können stärkend auf das Immunsystem wirken, denn sie bekämpfen sogenannte freie Radikale. Auch auf die Konzentration können sie sich förderlich auswirken.

Tea time mit Volker Mehl & Alveus

Premiumqualität aus der Hamburger Teemanufaktur

Aktiv, Frei, Frisch, Rein, Verbunden, Chai - so heißen die sechs Mischungen aus Volker Mehls erster Bio-Tee Kollektion, welche zusammen mit der Hamburger Premium-Teemanufaktur Alveus entwickelt wurde. Ergänzt wird die Serie noch durch einen hochwertigen Gyokuro Grüntee. Verwöhnte Teegenießer kommen bei dem reinen, unverfälschten Geschmack der erstklassigen Bio-Tees voll auf ihre Kosten. Denn die exquisiten und farbenfrohen Zutaten versprechen ein ayurvedisches Geschmackserlebnis.


Getragen von der Idee des Ayurveda, dass möglichst alle sechs Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit enthalten sein sollten, entwickelten Volker Mehl und die Teeprofis von Alveus bewusst sehr geschmacksintensive Tees mit eigenem Charakter. So viel vorab, es sind alles andere als gefällige Allerwelt Tees.
Warum eigentlich nur sieben Teesorten und nur ein Attribut pro Tee?

1. Weil sich das menschliche Gehirn sowieso nur maximal sieben Ziffern merken kann!

2. Da „lustige“ Tees, getreu dem Motto: Gummistiefel-Schlecht-Wetter-Tee, Friesische Dröhnung oder Oma Ernas Power Kraut nicht in Frage kommen… Ein Wort reicht aus! Bei Volkers Tees steht jedes Attribut für sich und gibt damit direkt die zentrale Bedeutung und Wirkung der enthaltenen Inhaltstoffe an, der Rest ist Genuss…!

Hintergrundwissen – Teegewächs

Die Teepflanze ist eine Kamelie, die zur Gattung der Teestrauchgewächse gehört. Sie wird hauptsächlich wegen ihrer Blätter gezüchtet, die nach Ernte und Veredelung zu Aufgusstee werden. Die Kamelie ist eine immergrüne Pflanze, die unter guten Wachstumsbedingungen 10 bis 15 m hoch werden kann, die aber ebenso gut in der Größe gedeiht, die man auf den Teeplantagen findet. Die Teepflanze wächst normalerweise auf saurem Boden in Höhenlagen bis zu 2000m, sie kann aber auch in unseren Breitengraden gezüchtet werden unter der Voraussetzung, dass sie auf saurem und immerfeuchtem Boden angepflanzt wird. So wird Ihr Teebaum für regelmäßige Bewässerung dankbar sein, wenn Sie in einer warmen Region leben. Weiter nördlich kann er im Freien im Topf gezüchtet werden und in geschützter Umgebung überwintern. Die Kamelie blüht im Winter von November bis Februar. Die zahlreichen weißen oder blass-gelben kleinen Blätter strömen einen sanften Duft aus. Sie können den Teebaum in Ihrem Garten züchten als Hecke oder zusammen mit anderen Pflanzen, die ebenfalls den Heideboden lieben (Azaleen, Rhododendren u.a.).

Grüner Tee mindert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Teeliebhaber können sich freuen. Wenn Sie jeden Tag grünen oder schwarzen Tee trinken, erhöhen Sie Ihren Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Anne-Marie Roussel, Professorin für Biochemie an der Joseph-Fourier-Universität von Grenoble, hat das Ergebnis ihrer Forschungen zu den schützenden Auswirkungen des Tees für unser Herz auf der 13. Tagung der Französischen Kardiologischen Gesellschaft vorgestellt. Sie empfiehlt mindestens 3 Tassen Tee pro Tag, sei er grün oder schwarz, jedoch ohne den Zusatz von Zucker oder Milch. Zwei Untersuchungen, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, zeigen eine Abnahme der Schlaganfälle von 13 bis 23 % bei regelmäßigen Teetrinkern auf. Das Interesse der Forscher gilt nun den Flavonoiden, die zur Gefäßerweiterung beitragen und somit die positive Auswirkung des Tees auf unseren Organismus erklären könnten. Professor Eric Bruckert, Leiter der endokrinologischen Abteilung und der Abteilung für Prävention von Herzkreislauferkrankungen im Pitié-Salpêtrière-Krankenhaus in Paris, hat ebenfalls eine Studie durchgeführt zur Auswirkung des Teeverzehrs auf das Endothel, das innere Gewebe von Blutgefäßen (Tunica intima), welches für den Tonus in den Arterien von Bedeutung ist. „Früchte, Gemüse und Fisch haben nur eine geringe Wirkung. Wesentlich besser sind die Auswirkungen von Kakao und Wein, aber der Tee ist eindeutig das Lebensmittel mit der größten positiven Wirkung“, fasst Professor Bruckert seine Ergebnisse zusammen.

Quelle: le.figaro.fr; santémagazine.fr

Teepflanzen leiden unter Klimawandel

Viele Teebauern haben mit den Folgen der Erderwärmung zu kämpfen und befürchten den Verlust ihrer Existenz. Wie die Nichtregierungsorganisation "Fairtrade" berichtet, sind es vor allem der zunehmende Schädlingsbefall, abrutschenden Anbauflächen und Bodenerosion als Folge mangelnder Niederschläge, die die Erträge drastisch schrumpfen lassen. Teepflanzen reagieren sehr empfindlich auf Trockenheit und Krankheiten und lassen die Bauern die Folgen der Klimaveränderungen drastisch spüren. Es sind vor allem die Kleinbauern, die unter den einbrechenden Ernteerträgen leiden. Die Rekultivierung ihrer Teepflanzen ist kostspielig. Glück haben daher etwa 170 malawische Farmer. Sie erhalten finanzielle Unterstützung durch ihren Großabnehmer Satemwa Tea Estate, um Bewässerungsanlagen zu bauen. Zudem schult das Unternehmen seine Lieferanten bei der Anpassung an die veränderten Bedingungen. Die Bemühungen des Unternehmens machen sich bezahlt. "Wir nutzen einheimisches Saatgut und pflanzen exotische Bäume, die die Bodenqualität verbessern und mehr Regen bringen sollen", erklärt Teepflanzer Wilfred Kasitomu optimistisch. "Mit der richtigen Hilfe können wir lernen, mit dem Klimawandel zu leben."

Quelle: klimaretter.info